Alexander Sixtus Freiherr von Reden

© Jörg C. Steiner

Alexander Sixtus Roland Freiherr von Reden wurde am 1. Mai 1952 in Wien geboren. Sein Vater Hans Hugo, Major a.D. und Prokurist, war der jüngste Sohn des k.u.k. Korvetten-Kapitäns Günther Freiherr von Reden, seine Mutter Luise Maria, eine geborene Martiny, war eine talentierte Graphikerin. Die Familie Reden entstammt dem niedersächsischen Uradel, Stammvater Heinrich Hysce 1189-1225, und blüht heute noch in einem adeligen und einem freiherrlichen Zweig. Alexander Sixtus gehörte letzterer Linie, die mit Bestätigung vom 25. Oktober 1894 für den k.u.k. Statthalterei-Vicepräsidenten Alexander Franz von Reden den österreichischen Freiherrntitel erworben hatte, an. Seine Kindheit verbrachte er im Landhaus Reden im oberösterreichischen Regau, auch später, nach Absolvierung der graphischen Akademie, neben der Villa Horacek in Kaltenleutgeben und der Stadtwohnung in Wien ein Lebensmittelpunkt des Graphikers, Schriftstellers und Kulturwissenschaftlers.

Alexander Reden gewann 1974 den Preis der Biennale in Krakau, 1975 den Österreichischen Staatspreis für Werbung im Rahmen der Fremdenverkehrswerbung, wurde mit der Goldmedaille der italienischen Akademie der Künste, sowie der Ehrenmedaille in Silber der Stadt Wien ausgezeichnet. Bis 1988 war er stellvertretender Chefredakteur, danach Chefredakteur des Fachorganes der Österreichischen Papierindustrie. Neben zahlreichen Artikeln in in- und ausländischen Publikationen und verschiedenen Büchern sind wohl "Österreich-Ungarn - Die Donaumonarchie in historischen Dokumenten" und "Oberösterreichs Heimliche Regimenter - Die Bürger- und Schützenkorps von der Gründung bis zur Gegenwart" (Salzburg 1987). Neben dem letztgenannten Standardwerk war auch seine aktive Mitarbeit in der Bürgergarde Regau und Kollerschlag mit ein Grund um ihn, neben zahlreichen anderen in- und ausländischen Dekorationen, mit dem Verdienstkreuz in Gold der oberösterreichischen Bürgergarden auszuzeichnen.

1989 gründete er in Wien (als Verein angemeldet 1993 in Regau) die "Militärkanzlei für Traditionsregimenter" als eine Art Dachorganisation der uniformierten Traditionsregimenter, Bürger- und Schützenkorps auf dem gesamten Gebiet der ehemaligen k.u.k. Monarchie - ein Angebot, das viele uniformierte Einheiten gerne annahmen und Mitglieder wurden. Neben der Organisation dieser Einheiten während des Begräbnisses von Kaiserin Zita 1989 war wohl auch die Anfertigung und Wiederaufstellung des Löwendenkmales in Lissa 1997 seine hervorragendsten Leistungen mit diesem Verband, dem er beginnend als Major bis zuletzt als Oberst iTR vorstand. Am 15. Dezember 2004 verstarb nach langem, schweren Leiden Obst.iTR Mag. Prof. Alexander Sixtus Freiherr von Reden. Er hinterlässt seine Witwe Mag. Michaela Reden und einen erwachsenen Sohn Georg Michael, sowie eine schwer zu füllende Lücke in den Reihen der monarchistischen Verbänden. 

 

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